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Blick vom Garten mit Balustradentreppe, auf die drei Flügel des Palastes

Projekt:                          Bolongaropalast – Bolongarostraße 109 , D-65292 Frankfurt am Main/Höchst

Bauteil:                          Sanierung und Neukonzeption

Gewerk:                         Zimmerer- , Maurer- und  Holzbauarbeiten

Status:                            laufend

Bauzeit:                          2018 – 2020

Auftragswert:               ca. 2.170.000 € (brutto)

Auftraggeber:               Stadt Frankfurt am Main – Hochbauamt

Ansprechpartner:        Frau Lienemeyer

Planungsbüro:              Schneider+Schumacher ARCHITEKTEN RIMPL + FLACHT BDA

Bauleitung:                   arge Bolongaro

Ansprechpartner:        Frau Heidecke / Herr Flacht

Bauleitung DHR:          Herr Lietzke

Kurzgeschichte: (Quelle Wikipedia, Informationsmaterial der Stadt Frankfurt)

Die aus Stresa am Lago Maggiore stammenden Kaufleute und Tabakfabrikanten Josef Maria Markus Bolongaro und Jakob Philipp Bolongaro ließen ihren Palast von 1772 – 1774 errichten.

Die Brüder hatten sich 1735 in Frankfurt am Main niedergelassen. Hier gründeten sie die größte Tabakhandlung und Schnupftabakmanufaktur Europas.Trotz ihres dadurch erworbenen beträchtlichen Vermögens, hatten sie sich vergeblich um das Bürgerrecht der Stadt Frankfurt am Main bemüht.Als Katholiken in der lutherischen Reichsstadt Frankfurt, wurde ihnen dies verwehrt. So gingen sie schließlich auf das Angebot des Kurfürsten Emmerich Josef von Mainz ein, sich in der 1768 gegründeten Höchster Neustadt, anzusiedeln. 1771 wurde Josef Maria Markus Bolongaro Bürger von Höchst. Die Bolongaros nutzten den Palast nur kurz. Nach dem Tode von Josef Maria Markus 1779, einigten sich die Erben mit dem Frankfurter Rat schließlich doch noch, und erhielten das Frankfurter Bürgerrecht.

Der Kapellensaal sowie weitere reich mit Stuck und Wandbespannungen dekorierte Räume geben einen Eindruck vom Leben der Bolongaros im 18. Jahrhundert Höchsts. Der Gebäudekomplex wurde in einer eleganten Hufeisenform barocken Stils erbaut.

Eine bewegte Geschichte erfuhr der Bolongaropalast in den darauffolgenden Jahrhunderten. Der Palast diente unter anderem als standesgemäßes Quartiert diverser Heerführer während der Koalitionskriege.Die Bekanntesten waren, der in der Völkerschlacht bei Leipzig geschlagene Kaiser Napoléon Bonaparte sowie der ihn verfolgende preußische Marschall Blücher.

Die Familie Bolongaro verkaufte 1862 ihren Palast an den Mainzer Fabrikanten Friedrich August Sonntag, der dort eine Fabrik für Gas- und Wasserleitungen einrichtete. 1880 kaufte der Rödelheimer Pfarrer Eduard Lohoff den Bolongaropalast, teilte die Liegenschaft in kleinere Einheiten auf, und veräußerte einige davon weiter. Der Bolongaropalast wurde weiter als Fabrikgebäude genutzt, unter anderem als Messinggießerei oder zur Herstellung von Bettfedern. Dies führte zu zahlreichen Beschädigungen der reich geschmückten Innenräume.

In den Jahren 1907 und 1908 kaufte die Stadt Höchst die parzellierte Liegenschaft den jeweiligen Eigentümern ab.Sie restaurierte den Palast aufwendig für ca. 400.000 Reichsmark und führte ihn wieder einer repräsentativen Nutzung zu. Er diente von 1908 bis zu Eingemeindung der Stadt Höchst 1928 als Rathaus. Heute beherbergt er die Stadtbezirksverwaltung und im westlichen Pavillon des Parks, wo Otto Vollbehr seinen Lebensabend verbrachte, ein Standesamt. Seit der Eingemeindung von Höchst, besitzt der Frankfurter Oberbürgermeister ein Büro im Palast.

Kerndaten:

ca. 1.200 m² Schutzdächer

ca. 3.000 lfdm Bestandssicherung

ca. 5.000 m² Abbruch alter Dachaufbau, einschl. Dachhaut

ca. 300 m³ konstruktive Dachsanierung im Bestand

ca. 5.000 m² neuer Dachaufbau

Sanierung von ca. 200 Bestandsgauben

ca. 30 to Lieferung und Montage von Profilstahl

diverse Betaon-Mauerwerksleistungen im Bereich Deckenauflager und Traufen