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Kurzbeschreibung: (Quelle: Wikipedia)

1791 wurde Johann Wolfgang von Goethe Oberdirektor des Weimarer Hoftheaters und veranlasste den Kauf des Kurtheaters für 1.200 Taler. Ab dem 13. Juni 1791 gastierte das Weimarer Hoftheater regelmäßig zur Sommersaison in Lauchstädt. Wegen der unbefriedigenden Räumlichkeiten wurde schließlich beschlossen, ein neues Theater zu errichten.

Der Beginn des Theaterneubaus zog sich wegen bürokratischer Hürden (Lauchstädt lag in Kursachsen) und künstlerischer Meinungsverschiedenheiten in die Länge. Neben Hofbaumeister J. F. R. Steiner und dem Berliner Architekten Heinrich Gentz beeinflusste vor allem Goethe die Baumaßnahmen durch präzise Vorgaben für die Innenausstattung im Sinne seiner Farbenlehre, für die Bühnengestaltung und die Verwandlungsmaschinerie. Goethe steuerte persönlich etwa ein Sechstel der über 9000 Taler umfassenden Bausumme bei. Der Theaterbau ist von schlichter Gestalt, wobei die Funktion der Bauteile von außen ablesbar ist. In der Mitte des 19. Jahrhunderts angebrachte Stützpfeiler aus Sandstein verunklaren den Charakter des Baus erheblich. Der Zuschauerraum ist ebenfalls schlicht, aber ausgesucht in seinen Proportionen. Es herrschen günstige Sichtbedingungen und ausgezeichnete akustische Verhältnisse. Überwölbt wird der Zuschauerraum von einem Leinwand-Plafond, welchen man als „antikes Sonnensegel“ interpretierte. Die Bestuhlung des Parketts ist schlicht, die Logen sind mit gepolsterten Stühlen ausgestattet. Für die Beleuchtung sorgen nach wie vor Argandsche Lampen. Das Theater ist seit 1908 elektrifiziert.

Am 26. Juni 1802 fand in Anwesenheit Goethes die Eröffnung des neuen Hauses statt, der 672 Gäste beiwohnten, während Hunderte von Zuschauern keinen Zutritt mehr erlangen konnten. Die Lauchstädter Theaterbühne war zu ihrer Zeit eine der ersten im deutschsprachigen Raum.

Das denkmalgeschützte Goethe-Theater ist im vergangenen Jahrhundert wiederholt Gegenstand teils sehr umfangreicher Sanierungsmaßnahmen gewesen.

In der letzten Dekade wurden erneut umfassende Schäden an der Holz-Fachwerkkonstruktion, aufgrund der allgemeinen Alterung des Hauses sowie zum Teil fehlerhaft ausgeführter Sanierungsarbeiten, festgestellt.

Da es sich beim Goethe-Theater um ein herausragendes Baudenkmal handelt, sind alle Arbeiten mit der entsprechenden Umsicht zum Schutz der historischen Bausubstanz und Sorgfalt auszuführen. Die Arbeiten werden während des laufenden Spielbetriebs 2015 – 2019 durchgeführt.

Projektdaten

Projekt: Bad Lauchstädt, Goethe -Theater

Bauteil: 1. BA Fassadensanierung / 2. BA Dachsanierung

Gewerk: Zimmerer- und Maurerarbeiten

Status: laufend

Bauzeit: 2015 – 2019

Auftragswert: ca. 2.000.000 EURO (brutto)

Auftraggeber: Historische Kuranlagen & Goethe -Theater Bad Lauchstädt

Ansprechpartner: Herr Schmidt

Planungsbüro: Müller-Reimann-Architekten / Berlin

Ansprechpartner: Herr Bröke

Bauleitung DHR: Herr Lietzke

Kerndaten:

  • über 20.000 m² Schutzmaßnahmen Bühnenbereich und Zuschauerraum – zum Teil Ausführung der Sanierungsleistungen in der laufenden Spielzeit
  • ca. 150 m³ Abstützkonstruktionen
  • 1750 m² Gerüstbau
  • über 1.000 m² Sanierung historische Fachwerk-Flächen
  • Sanierung 14 Stück Naturstein-Strebepfeiler
  • über 100 m Sanierung Sockelmauerwerk
  • ca. 400 m² Schwammsanierung
  • ca. 250 m² Decken- und Fußbodensanierung
  • ca. 950 m² Dachsanierung und neuer Dachaufbau